Poetry Slam Oktober 2018 – Trier

Verbum Varium Oktober 2018

Am 20 Oktober 2018 war ich erneut beim trierer Poetry Slam. Mit einem Text darüber äh, dass ich beim Teekauf von meinem Erzfeind dem Ninjakönig angegriffen wurde, verwirrte ich das Publikum und den Erzähler. Mir wurde zugetragen, dass nach meinem Text, viel diskutiert wurde, was laut meiner Intension eine gute Rückmeldung ist. Trotzdem, war ich an dem Abend sehr unzufrieden, da ich immer wieder über den Unsinn der Geschichte stolperte. Meine Stolperer und die Wirrness des Prosatextes machten es unmöglich in die zweite Runde vorzudringen…. Schade… Über mein Trauma der Unfähigkeit meiner Zunge, dass geschriebene ordentlich zu sprechen, bin ich nach zwei Tagen wieder weg, aber es hinterließ eine tiefe Furche an Selbstzweifel.
Beim kommenden Slam in Rommerskirchen lese ich entsprechend einen anderen Text. Bei dem das Folgen leichter fällt und ich entsprechend weniger stolpere. Vielleicht.

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Neben mir fanden sich wieder großartige richtige Künstler auf der Bühne,

  • Lea Sophie Keller
  • Selina Dahla
  • Sven Hensel
  • die Fabelstapler
  • Bernhard Hoffmeister
  • Anna Teufel
  • Klara Dingens

Ich mag es noch immer wie kumpelhaft die Künstler miteinander umgehen, wie derbe freundlich man zueinander ist und wie sehr jeder für jeden Interesse zeigt. Solch einen Respekt untereinander hatte ich bei Bandcontests nie so erlebt.

Teegeschichte (40)

Der Tee war kalt. Ich hatte es leider erst bemerkt als ich einen Schritt von der Ladentheke weggegangen war. Ich war enttäuscht. Nein gar verärgert, ich drehte mich noch einmal um. Aber es war bereits der Nächste im Zyklus einer teuflisch freundlichen Bedienung gefangen.
Diese Person würde bis zum Ende durch bedient werden und ich wusste, am Ende wäre Ihre Enttäuschung die meine. Ich unterbrach das liebliche Gesäusel des Teeverkäufers. Er sowie auch der Kunde schauten mich wütend an. Der Blick der mir beinahe den Unterkiefer wegboxte war einer den ich nur zu gut kannte.
Man will ja schnell bedient werden. Man will ja schnell bedienen. Um schnell weiter arbeiten zu können. Um schnell weiter arbeiten zu können.
„Höret mich an, sie Jüngling. Er versucht Sie lediglich zu umsäuseln!“, mahnte ich den jungen Kundenmenschen. Er winkte jedoch ab.
„Stellen Sie sich hinten an!“, antwortete er düster.
„Ja! Stellen Sie sich hinten an.“, bestätigte der Händler seinen Kunden mit einer seltsam schwankenden Stimme.
Generell wirkte aus diesem Winkel betrachtet der Händler etwas merkwürdig. Und auch vertraut. Ich kannte ihn… Woher nur
„Duu! Wie kannst du hier sein? Du bist Kngart Streuselbrumme Quabluim, der Ninjakönig!“

Sein Blick verfinsterte sich, er zog seinen Rollkragenpullover nach oben um sein Gesicht zu verdecken. Aber ich war mir ganz sicher, dass er es war.
„Warkbuld Schnapsallu“, entgegnete er: „ wie kommt es, dass ihr mein Versteck gefunden habt?“
„Diesen Namen habe ich schon ewig nicht mehr gehört… Ich habe ihn abgelegt als ich dich damals vor 1234 Jahren in den blauen Berg gesperrt habe. Wie bist du entkommen?“
„Mein Wächter war ein gutherziger Mensch.“
„Dein Wächter war ein Drache!“
„Zunächst schon ja, aber alle 1230 Jahre verwandeln sich Drachen in Menschen um zum Beispiel… naja… Um der Logik dieser Geschichte zu entsprechen.“
Jetzt zog er sein Katana. Es war von dem Dämon Knarbaritis dem II verflucht worden, so wie das für Schwerter von Schurken eben üblich ist.
Noch immer war ich überrumpelt vom unerwarteten Aufeinandertreffen mit meinem ärgsten Erzfeind. Er griff an.
Sein Schwerthieb kündigte die Zerteilung meiner selbst an und ich hatte mich noch keinen Millimeter bewegt.

Sondern einen ganzen Meter. Ich stand nun hinter ihm. Sein verfluchtes Schwert aber wirbelte herum und griff mich sofort wieder an. Er lachte finster.
Dieser Entzug von Photonen durch die geschickte Verwendung von Schall war eine längst vergessene Samuraitechnik die nur den alten Meistern bekannt war.
Aber das konnte nicht sein, ein Ninja sollte keine Samuraitechniken beherrschen, das widersprach sich auf vierzehn unterschiedlichen Ebenen, zählte man das Erdgeschoss mit.
„Warte… Der Drache…“, dachte ich als ich schon den nächsten Schwerthieb durch einen überragend ausgeführten Jabb abblocken konnte.
Der Feind musste verschnaufen, das war meine Chance. Ich Schritt an ihn heran, packte ihn am Kinn und begann meinen Satz: „ Du bist nicht der Ninjakönig! Du bist in Wirklichkeit,…. „
ich zog ihm das Gesicht herunter.
„der Wächter!“,
Da war es.
Das grausigste Gesicht, dass es jemals gegeben hatte.
„Alterr——— bist du bescheuert? Du kannst Leuten nicht einfach das Gesicht abziehen!“, rief der Ninja nun ohne Haut im Gesicht. Es hatte sich um sein echtes Gesicht gehandelt.

Denn erst jetzt fiel mir wieder ein, dass Drachen nicht in einen Körper metamorphierten, sondern den nächstliegenden Menschen übernahmen!
Huch! Muss ich da voller inbrunst zu sagen.
Meine einzige Chance den sich auf dem Boden vor schmerzen krümmenden Ninja, dessen SEIN durch den Wächterdrachen besessen war zu besiegen war es neunzehn Kilo Käse vor seinen Augen zu verdrücken. Für solche Fälle hatte ich meine Taschenkäserei immer zur Hand. In Windes eile produzierte ich die benötigte Menge Käse, kam aber nicht mit dem Verschlingen dieses hochwohlgeborenen Verschimmelungsprodukt schnellgenug nach.
Der Drache schaute mich entsetzt an, als sein Schmerz langsam nachließ.
„Ich wollte doch bloß ein ganz normales Le…“, begann er als ich ihm die zum Käserieren benötigte Salzlake über sein Gesichtsloses Gesicht goß.
Ich war bereits beim 17 Kilo Käse. Ich übergab mich mehr, als ich zu mir nahm. Ein heftiges Ungleichgewicht, welches sich nur schwierig wieder in die Wage bringen ließ. Ich brauchte einen Plan.
Jetzt erst bemerkte ich, dass die Macht des Drachen zu wachsen schien, und es fiel mir wie Drachenschuppen von den Augen. Drachen waren Meister der kognitiven Umpolung! Er hatte mich glauben lassen, der Käse schädige ihn, in Wirklichkeit aber half die Käseaura die durch meine Poren ausgedünstet wurde dem Monster seine Macht mit der des Ninjakönigs endgültig zu vereinen!

Mit einem gewaltigen Satz sprang ich auf das Ungetüm zu und erbrach mich über seinen ganzen Körper.
Der Drache schrie wieder vor schmerzen, er nahm sein Smartphone heraus und schrieb seiner Freundin Else Someone eine Nachricht, dass er es wohl nicht mehr schaffe sie zu Heiraten. Der bevorstehende Tod würde ihn davon abhalten.
Else bekam die Nachricht und explodierte vor Wut. Sie stieß sich mit ihrem Armen von ihrem Büroarbeitsplatz weg sodass sie auf ihrem Stuhl in einer imensen Geschwindigkeit zurückrollte.
Diese Bewegung krümmte die Raumzeit, sodass Else direkt vor ihrem Drachen Freund zum stehen kam.
Ich unterbrach mein Erbrechen.
Sie erklärte es zu einen Verbrechen
und gab ihrem Partner das Versprechen
mich in Grund und Boden zu dreschen.
Mit einem Schlag enormer Wucht zertrümmerte sie meinen gesamten Körper sodass ich in meine einzelnen Moleküle zerfiel.

>> genug davon! <<

195. Trierer Poetryslam

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182. Trierer Poetryslam

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