Wie jeder vernünftige Poetryslammer bin auch ich mehr als nur erpicht darauf veröffentlicht zu werden. Und so habe ich im Jahr 2019 an einem kleinen Gedichtschreibwettbewerb teilgenommen.
Klar diejenigen unter den Lesern die meine Talente und meine Schwächen auseinanderhalten können werden jetzt sagen: Aber Denis, oh du Vollidiot warum tust du denn solch eine Narretei?
Ich würde ganz klar antworten, dass ich den Sprachstil außergwöhnlich und befremdlich aber zeitgleich selbstverständlich auch wunderschön finde.
Es handelte sich um einen alljährlich stattfindenden Wettbewerb der mit der Veröffentlichung des Gedichtes in einem dicken Wälzer voller Lyrik lockte. Dazu hört das Gedichtband auf den vielversprechenden Namen: Bibliothek deutschsprachiger Gedichte Band XXII.
Und auch wenn ich tatsächlich nicht wirklich ein Lyriker bin und keinen der weiteren Gewinne einfahren konnte, so fand ich es doch schön am Ende mein kleines Gedicht zum Thema Glück in dem lächerlich großen Band wieder zu finden.
Anbei könnt ihr das Gedicht einlesen. Und wenn ihr interesse habt selbst mal an sowas teilzunehmen könnt ihr euch hier: https://gedichte-bibliothek.de/ darüber schlau machen oder, na logisch, einfach mal ins Internet lunzen was da noch so für Optionen sind.
Der Schmied
Unweit meiner eigenen Reichweite
liegt es da so schelmich
Es provoziert mit voller Breitseite
wiegt in Sicherheit sich
Die Nüstern weit geöffnet, Witterung
es fällt schwer ruhig zu atmen
Seine Schadenfreude in zersplitterung
als seine Reaktion zu erwarten
Dann ergreif ich es, es schreit
so erbärmlich wie etwas
das stirbt vor Schmerz und Leid
wie Trauer, mir wird anders
Es füllt in mir die leeren Stellen
neues Glück das mich befällt
es selbst beginnt in mir zu quellen
das unwohl es zerschellt
Dann versteht es selbst was es war
und ist wie auch schon immer
Mein eigenes Glück, dann war ja klar
gings mir vorher so viel schlimmer 
X = ...
Y = ...